Jost Amman (1539 Zürich - Nürnberg 1591) : Zwei Knaben. - Holzschnitt, 1578-1610

Jost Amman (1539 Zürich – Nürnberg 1591)

Zwei Knaben

Holzschnitt, 1578-1610.
Wohl aus dem Modelbuch : „Enchiridion artis pingendi, fingendi & sculpendi“.

Darstellung : 12 × 9,5 cm
Blatt: 14,5 × 11,5 cm

Das Blatt mittig am oberen Blattrand auf größere dünne Pappe montiert
(schlichtes Passepartout, siehe Abb.).

Papier gebräunt, etwas stockfleckig, mit wenigen Wischern von Druckerschwärz
am unteren Blattrand – ein feiner Streifen auch in die Darstellung reichend (siehe Abb.).

Rückseitig Reste vormaliger Montage in drei Ecken
sowie Notiz von alter Hand (Bleistift) am unteren Blattrand.

Vita : „Jost Amman, auch Jobst Amman und latinisiert Jodocus Amman (* 1539 in Zürich; † März 1591 in Nürnberg). Der gebürtige Schweizer Amman, dessen Vater der evangelische Geistliche Johann Jakob Ammann war, kam 1561 nach Nürnberg, um mit Virgil Solis zusammenzuarbeiten. Als dieser bereits ein Jahr später starb, hinterließ er trotz der von seiner Witwe weitergeführten Werkstatt eine Lücke, in die Amman recht bald hineinwuchs. 1577 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt und lebte dort bis zu seinem Tod. Er gilt als einer der bedeutendsten Zeichner und Formschneider seiner Zeit. Er gab zahlreiche Bücher mit Holzschnitten heraus, unter anderem Stammbücher, Turnierbücher, Kriegsbücher, Wappenbücher, Trachtenbücher, Kräuterbücher, Arzneibücher, Tierbücher und Hebammenbücher. Zudem schuf er Illustrationen zur Bibel, zu Ausgaben antiker und zeitgenössischer Autoren und zu Sachbüchern verschiedenster Bereiche, unter anderem zu religiösen und historischen Themen, zu juristischen Themen wie dem Jagd- und Forstrecht, zum Ackerbau und zur Jagdkunst. Seine Holzschnitte zeichnen sich durch die elegante, etwas manierierte Schlankheit der Figuren aus. Durch die detailgenaue Beobachtung und alltagsnahe Darstellung etwa von Berufen und Trachten ist sein umfangreiches Werk auch von kulturhistorischem Interesse. Amman fertigte zudem Visierungen an (etwa für Glasmalereien und architektonische Details der Neubaukirche, Würzburgs Universitätskirche)“. (Wikip.)

35 EUR