Porträt : Josef Ignaz Ritter (1787 Schweinitz/Schlesien-1857 Breslau): Kreide-Lithographie von Schütter, ca. 1840

Porträt : Josef Ignaz Ritter (1787 Schweinitz/Schlesien-1857 Breslau).
Mit lithographierter Signatur und Leitsatz des Dargestellten.

Kreidelithographie von Schütter, um 1840.

Mit der Verlegeradresse :
Druck und Verlag des Lithographischen Instituts von Henry & Cohen in Bonn.

Darstellung : ca. 21 × 20 cm – Blatt : 34 × 23 cm

Auf aufgewalztem China. Das Unterlagepapier gebräunt, die Darstellung aber in schöner Erhaltung, lediglich in den unbedruckten Teilen gering angestaubt.

Vita : Joseph Ignaz Ritter (auch Ignaz Ritter; * 12. April 1787 in Schweinitz, Schlesien; † 5. Januar 1857 in Breslau) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe und Kirchenhistoriker. – Werdegang : Joseph Ignaz Ritter, Sohn eines Volksschullehrers, besuchte das Glogauer Gymnasium und studierte ab 1806 Katholische Theologie an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms Universität Breslau. Nach der Priesterweihe 1811 wurde er Kaplan an Kirchen in der Diözese Breslau, später an der St.-Hedwigs-Kirche in Berlin. Daneben studierte er an der Friedrich-Wilhelms-Universität Theologie und Anthropologie. 1821 promovierte er an der Breslauer Universität zum Dr. theol. In seiner Dissertation übersetzte er einen griechischen Text von Johannes Chrysostomos. 1823 erhielt er den Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Patrologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Neben Vorlesungen zur Pastoraltheologie und neutestamentlichen Exegese begann er die Arbeit an seinem Hauptwerk, dem mehrbändigen Handbuch der Kirchengeschichte. In Bonn machte er Bekanntschaft mit Georg Hermes und dem nach ihm benannten Hermesianismus. 1830 kehrte er an die Universität Breslau zurück, wo er mehrfach Dekan der Theologischen Fakultät und 1835/36 Rektor war. Daneben war er weiterhin seelsorgerisch tätig. Am 1. Dezember 1840 wurde er zum Kapitularvikar des Erzbistums Breslau ernannt, wobei er gegenüber Papst Gregor XVI. eine romtreue Haltung einnahm und sich wohl Hoffnungen auf das vakante Bischofsamt machte. Diese wurden jedoch – wegen des Widerstands einzelner Mitglieder des Domkapitels – nicht erfüllt. Zum neuen Bischof wurde 1843 Joseph Knauer gewählt, der Ritter zu seinem Generalvikar ernannte. Dieses Amt verlor er jedoch schon 1844 nach Knauers Tod. 1845 kehrte er auf seine Breslauer Professur zurück und wurde am 15. April 1846 von Melchior von Diepenbrock zum Domdechanten ernannt. Ritter war Abgeordneter in der Ersten Kammer zu Berlin und hatte einen Sitz im Erfurter Unionsparlament. Außerdem war er in der katholischen Vereinsbewegung aktiv.” (Wikip.)

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