Porträt : Adolf Weber (1876 Mechernich-1963 München) : Radierung von Oskar Graf, 1936

Oskar Graf (1873-1958) :

Geheimrat Adolf Weber (Porträt)

Radierung
Mit persönlicher Widmung zum 60. Geburtstag des Dargestellten, 1936.

Darstellung : 22,5 × 17 cm
Blatt : 37 × 27 cm

Das chamoisfarbene Kupferdruckpapier in den breiten Rändern teils knickspurig, an zwei Stellen bis knapp an den Plattenrand reichend. Die Darstellung selbst mit ganz schwacher Bräunung, mittig am unteren Plattenrand – ansonsten in guter Erhaltung.

Adolf Weber (1876 Mechernich – 1963 München), deutscher Nationalökonom. 1908 auf eine Professur an der Handelshochschule Köln berufen, wurde ihm 1912 zusätzlich die Leitung der neu gegründeten Hochschule für kommunale und soziale Verwaltung in Köln übertragen. Von 1914 bis 1919 lehrte er als ordentlicher Professor an der Universität Breslau (Gründung des Osteuropa Instituts), ab 1919 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, bis er 1921 auf den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre der Universität München wechselte, den er bis zu seiner Emeritierung mit 72 Jahren im Jahr 1948 innehatte. Auch danach hielt er weiter Vorlesungen. Beeinflusst durch den wachsenden Totalitarismus zur Zeit des Ersten Weltkrieges, prägte er den Begriff der „Gesamtverapparatisierung“ der Gesellschaft. Er kritisierte sowohl den Nationalsozialismus als auch die sowjetische Planwirtschaft und setzte sich in seiner Rolle als öffentlicher Intellektueller immer wieder für die Idee der freien Marktwirtschaft ein. Seine wirtschaftspolitischen Entwürfe bildeten in der Nachkriegszeit für Alfred Müller-Armack, Fritz Schäffer und Ludwig Erhard eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Neuordnung Deutschlands als Soziale Marktwirtschaft.

Oskar Graf (1873 Freiburg im Breisgau – 1958 Bad Boll), deutscher Maler des Naturalismus, Grafiker, Radierer.

55 EUR